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Trichocereus Bridgesii – Echinopsis Lageniformis

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Trichocereus Bridgesii – Echinopsis Lageniformis

Momentaner Taxonomischer Name: Echinopsis Lageniformis (C.F. Förster) H. Friedrich & G.D. Rowley. Dies könnte sich aber aufgrund der Neuerungen von Hunt wieder ändern bzw. haben manche Taxonomen bereits wieder auf Trichocereus umgestellt. Deswegen bleibt die Pflanze auch hier als Trichocereus.

Typusort: La Paz in Bolivien. Trichocereus Bridgesii ist sehr weit verbreitet in Bolivien und wächst in der Provinz Chochabamba von La Paz bis zu Tarija und verfügt über eine Vielzahl an Formen und Varietäten, so dass eine Abgrenzung in der Natur nicht möglich bzw. sollte man die vielen örtlichen Population eher als Varietäten oder Formen zu Trichocereus Bridgesii stellen. Es gibt zum Beispiel auch verschiedene Zwischenvarietäten zischen Trichocereus Bridgesii und Trichocereus Pachanoi. Trichocereus Riomizquensis zb. um nur einen zu nennen. Sehr dicke Exemplare können am Standort auch einem Trichocereus Peruvianus zum verwechseln ähnlich sehen. In heimischen Sammlungen ist die Art auch oft anzutreffen, doch sind diese Exemplare meistens eher schmächtig und nicht mit denen in der freien Natur vergleichbar.

Beschreibung: Trichocereus Bridgesii ist ein baumähnlicher Säulenkaktus, der von der Basis sprosst und eine Höhe von ca. 3-5 Metern erreichen kann. Die Epidermis ist grün, wobei der Farbton je nach Lokalität zwischen hell- und dunkelgrün schwankt. Die Arten sind zum Teil auch glaukös aber das kommt auch auf den Standort und die dortigen Bedingungen an.

Rippen: Trichocereus Bridgesii hat 4-7 Rippen. Die 4-rippige Varietät wird auch „Kaktus der vier Winde“ genannt. Dies ist jedoch trügerisch, denn viele Pflanzen haben zeitweise vier Rippen, bekommen jedoch später eine fünfte dazu. Es gibt nur wenige Varietäten die permanent vier Rippen habe, weshalb man keineswegs horrende Preise für einen vierrippigen Bridgesii ausgeben sollte. Die Triebe können einen Durchmesser von 10-20 zentimeter erreichen und haben starke Querfurchen, was sie leicht erhöht wirklen lässt.
Stacheln: Die Pflanzen haben normalerweise 3-6 gelbe, nadelförmige Stacheln die meistens sehr stark ausgebildet sind. Die Länge variiert dabei stark, kann aber bis zu 12 Zentimeter betragen. Die Basis der Stacheln hat keine rundliche Verdickung, wie dies zum Beispiel so dominant bei Trichocereus Cuzcoensis der Fall ist.
Blüte: Auch hier ist die Blüte weiß mit einer Größe von bis zu 22 Zentimetern. Die Röhre der Blüte ist meistens behaart. Die Petalen sind weiß. Trichocereus Bridgesii ist eine nachtblühende Art und benötigt außerdem einen Pollenspender um Samen zu produzieren, da sie selbst-steril ist.
Frucht: Rund und bis zu 8 Zentimeter groß werdend. Grün.

Zucht: Trichocereus Bridgesii stammt ursprünglich aus Bolivien und ist einer der härtesten Trichos die es gibt. Da in Bolivien oft starke Dürre und Hitze herscht, sind die Pflanzen meistens viel Dürre-unempfindlicher als zb. Trichocereus Pachanoi oder Peruvianus. Man kann davon ausgehen, dass die Bridgesiis die letzten Überlebenden Sämlinge sind, wenn man mal ein paar Monate „vergisst“ sie zu gießen. Außerdem sind die Kakteen sehr frost-unempfindlich und können auch im Sommer Nässe vertragen. Die Temperatur sollte jedoch auch hier nicht deutlich tiefer als -5° Celsius betragen und die Pflanzen sollten auch unbedingt trocken stehen. Bei Wärme kann der kaktus erstaunlich Viel wachsen, wenn man ihn regelmäßig gießt. Bei Kälte sollte er gar nicht gegossen werden.

Überwinterung: Wie bereits angemerkt ist Trichocereus Bridgesii ziemlich hart und kann bei durchschnittlich 10° Celsius in einem luftigen, hellen Raum überwintert werden. Pflanzen dürfen zwischen Oktober und April gar nicht gegossen werden und wenn, dann nur wenn sie wirklich kurz vorm Dürretod stehen. Mit Gewächshaus kann man sie bereits sehr früh (April) ins Gewächshaus stellen da die leichten Nachtfröste eigentlich im Gewächshaus nicht viel anrichten können. Man sollte aber die Eisheiligen abwarten bevor man die Kakteen rausstellt. Aber auch hier gilt, keine Gewähr, denn es hängt auch stark vom jeweiligen Gesundheitszustand der Pflanze ab, wie sie Kälte verkraftet.

Aufzucht aus Samen: Trichocereus Bridgesii ist sehr einfach aus Samen zu ziehen. Wer gerade erst mit Kakteenzucht begonnen hat und es mal ausprobieren möchte, sollte sich an dieser Art versuchen. Sie ist eine ausgezeichnete Propfunterlage und ist durch ihre Dürreresistenz sehr einfach aufzuziehen, da Dürre & Hitze zu den häufigsten Todesursachen für Sämlinge zählen. Die Temperatur bei der keimung sollte zwischen 25° und 29° Celsius betragen und die Aussaatbehälter sollten nicht in direkter Sonne stehen. Häufige Probleme bei der Zucht aus Samen sind Pilzinfektionen und Trauermücken. Auch Moose und Algen können ein problem sein. In so einem Fall sollte man eine Deckschickt aus Quartz Steinchen um die Sämlinge herum auftragen. Dadurch nimmt man den Moosen die notwendige Sonne.

Trichocereus Bridgesii Samen und Pflanzen kaufen: Trichocereus Bridgesii ist weit in Sammlungen verbreitet und man kann recht günstig Exemplare oder Samen kaufen. Es gibt bestimmte Zuchthybriden, wie zum Beispiel die Australischen Klone EILEEN oder PSYCHO0, die aber auf dem europäischen Markt eher selten anzutreffen sind. Sehr häufig findet man Pflanzen die ursprünglich aus Samen von karel Knize gezogen wurden. Diese haben die Sammelnummern KK919 und KK920 und stammen aus dem Typus-Ort La Paz. In den USA gibt es Misplant, der einige Kreuzungen mit Trichocereus Bridgesii anbietet. Eine seiner Mutterpflanzen.

Copyright der Bilder: misplant.net

Trichocereus bridgesii misplant Z1

Trichocereus Bridgesii Hybride Helen Misplant

Copyright der Bilder: misplant.net

Trichocereus bridgesii Hybride Z1 Misplant

Trichocereus-Bridgesii-TBM-Prier

Dieses Bild zeigt eine monströse Version des Trichocereus Bridgesii, auch Penis Kaktus genannt, der angeblich von Curt Backeberg aufgezogen wurde. Die Pflanze ist sehr weit verbreitet und hat alle möglichen Namen wie Frauenglück, Trichocereus Bridgesii var. Inermis, Trichocereus Bridgesii var. monstrosa usw. Copyright: Prier

Trichocereus-Bridgesii-Blüte prier

Gut sichtbar hier die behaarte Blüte des Trichocereus Bridesii. Copyright: Prier

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