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Trichocereus Macrogonus / Echinopsis Macrogona

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Trichocereus Macrogonus / Echinopsis Macrogona

Synonyme: Cereus Macrogonus, Cereus Macrogona, Trichocereus Peruvianus, Trichocerus Glaucus, Trichocereus Glauca, Echinopsis Glauca, Echinopsis Macrogona, usw.

Ich betrachte Trichocereus Macrogonus als ein Synonym von Trichocereus Peruvianus. Vor allem sehr blaue/glauköse Peruvianus werden im Allgemeinen als Trichocereus Macrogonus betrachtet. Dies ist jedoch eher darauf zurückzuführen dass verschiedene Samenhändler und Züchter die Kakteen so bezeichnet haben. Der ursprüngliche Trichocereus Macrogonus konnte in freier Natur nicht eindeutig wieder gefunden werden und alle Arten die in Frage kommen, könnte man genauso gut als Trichocereus Peruvianus betrachten, denn die Beschreibung ist absolut passend und ich denke dass der einzige Grund warum Trichocereus Macrogonus in der Natur nicht wieder gefunden wurde, liegt daran dass sich die originale Beschreibung einfach auf eine besonders stachelige Form eines Trichocereus Peruvianus gehandelt hat. Der botanische Name ist Trichocereus Macrogonus (Salm Dyk). H. Friedrich und GD Rowley. Navarro hat hierzu bereits geschrieben, dass die Art in Bolivien nicht vorkommt. Die unglaubliche Ähnlichkeit zu den Peruvianus aus Matucana könnte einen Hinweis auf die ursprüngliche Herkunft der Pflanze geben.

Ich persönliche halte den San Pedro Komplex mit Pflanzen wie Trichocereus Pachanoi, Trichocereus Peruvianus und Trichocereus Macrogonus einfach für eine sehr variable Spezies und die Taxonomie geht in den letzten 20 Jahren in die Richtung, viele Spezies zusammen zulegen. Einfach weil es extrem viele Einflussfaktoren gibt, die das Aussehen eines Trichocereus beeinflussen können. Zum Beispiel ist die Stachellänge extrem variabel und vom Standort abhänig. Genauso die Farbe der Epidermis und die Glaukosität. Natürlich gibt es Arten die dazu neigen einer sehr glaukose Färbung zu haben und das ist natürlich erblich bedingt. Es gibt jedoch auch viele Einflussfaktoren die diese Färbung ebenso hervorrufen können und ich kann nur davon abraten, eine Taxonmische Einschätzung basierend auf der Stachellänge oder der Farbe der Epidermis zu versuchen. Die Blüte erweist sich als ein viel zuverlässigerer Anhaltspunkt um die taxonomische Herkunft einer Pflanze einzuordnen. Ich züchte viel mit Hybriden und dadurch ist mir bekannt, dass sich das Aussehen bereits in der F1 Generation oft schon stark von den Elternpflanzen unterscheidet. Und genauso gibt es in der freien Natur Unmengen Naturhybriden, die dann natürlich entsprechend ihrer Elternpflanzen unterschiedliche Merkmale aufweisen. Doch deswegen sind sie noch lange keine eigene Art. Das Problem der Taxonomie in den letzten 100 Jahren ist zum Teil auch der Unkenntnis der Evolution zu schulden. Viele Taxonomen konnten sich nicht vorstellen, dass viele der als eigener Spezies beschriebenen Arten einfach bastardisierte Naturhybriden sind, die eine Beschreibung als Spezies einfach nicht rechtfertigen. Ich nenne hierzu nur Trichocereus Santaensis, Trichocereus Riomizquensis, Trichocereus Uyumpaensis, Trichocereus Knuthianus und wie sie alle heißen. Heute würden solche Pflanzen nicht als eigenständige Spezies beschrieben werden, sondern in eine der bereits bestehenden Spezien als Unterform oder Varietät eingeordnet werden. Und das aus gutem Grund.

Doch zurück zu Trichocereus Macrogonus, der eigentlich auch im Vergleich zu Trichocereus Peruvianus der ältere Name ist! Weswegen der Name Trichocereus Macrogonus Priorität haben sollte, was dann dazu führen würde dass es den Namen Trichocereus Peruvianus nicht mehr geben würde und dann alle diese Formen und Varietäten in diese Spezies eingeordnet werden würden. Ich bin jedoch kein Freund dieser Lösung, da die Beschreibung von Trichocereus Macrogonus bereits auf wackligen Füßen entstanden ist. Rauh hat im Mantaro Gebiet einen sehr stacheligen Trichocereus gefunden (K 68-1954), der durchaus als Trichocereus Macrogonus in Frage kommen würde. Doch leider ist die Pflanze nicht mehr aufzufinden. Die ursprüngliche Herkunftsangabe war „Brasilien“ und dort kommen einfach keine Trichocereus Spezien vor. Was die anderen Beschreibungen angeht, herscht großes Chaos und ich möchte darauf auch nicht genauer eingehen weil es a.) sehr verwirrend ist und b.) es auch absolut zweitrangig ist, da keine der Beschreibungen mehr bei der heutigen Taxonomie eine Rolle spielen. Und solange es auch keine Pflanze gibt, die man eindeutig der Beschreibung zuordnen kann, würde ich ungerne den auf tönernen Füßen stehende Name Trichocereus Macrogonus als Ersatz für Trichocereus Peruvianus akzeptieren. Andererseits interessiert mich die aktuelle Taxonomie nur periphär, denn diese Seite sollte eher als Fanseite als eine ernstzunehmende taxonomische Seite verstanden werden.

Beschreibung von Trichocereus Macrogonus

Aufrecht wachsender, baumähnlicher Säulenkaktus der unter idealen Bedingungen eine Höhe von 2-3 Metern erreichen kann. Der Durchmesser der Triebe kann bis zu 10 Zentimeter betragen und im Allgemeinen sind die Pflanzen kaum von bestimmten Varietäten von Trichocereus Peruvianus zu unterscheiden. Die Farbe der Epidermis ist blau-grün bis Grau-Grün. Es gibt auch hier unterschiedlich stark ausgeprägte Farben und vor allem im Neutrieb können die Pflanzen auch grünlicher sein.
Rippen: 5-9 gerundete Rippen, die eine Dicke von 7-10 mm betragen. Die Areolen sind dabei zwischen 1-2 Zentimeter entfernt voneinander und haben einen Durchmesser von 5-10 mm.
Stacheln: Trichocereus Macrogonus hat 5-10 Randstacheln die sehr fein und spitz sind und dabei eine Länge von bis zu 3 Zentimeter erreichen können. Die Zahl der Mittelstacheln beträgt 2-3. Diese zeigen Meistens nach oben oder unten und sind stark und verletzend. Jeder der einmal einen dieser Dornen abbekommen hat wird mir zustimmen. Die Farbe der Stacheln ist braun, braun-grau oder sogar manchmal schwärzlich.
Blüte: Die Blüte von Trichocereus Macrogonus ist der von Trichocereus Peruvianus sehr ähnlich. Die Farbe ist weiß und die Blüten erreichen eine Größe von bis zu 20 Zentimetern und auch in Einzelfällen darüber hinaus. Bei Trichocereus Macrogonus (angewendet auf die Pflanzen die man gemeinhin als Trichocereus Macrogonus bezeichnet) handelt es sich um eine Nachtblühende Pflanzen. Die Pflanzen blühen meistens aus dem Scheitel und bilden große Trichterförmige Blüten. Wie fats alle Trichocereen ist Trichocereus Macrogonus eine selbst-sterile Art und benötigt einen Pollenspender um Samen produzieren zu können.

Frucht: Die Frucht von Trichocereus Macrogonus ist rund, bis zu 6 Zentimeter im Durchmesser und enthält viele kleine, schwarze Samen. Die Frucht selbst ist Grün.

Zucht: Alles was ich bei Trichocereus Peruvianus geschrieben habe, trifft auch hier zu. Die Pflanzen sind sehr hartnäckig und wachsen bei guter Behandlung extrem schnell. Die Art ist außerdem sehr frosthart und kann durchaus leichtere Nachtfröste verkraften. Ich denke Trichocereus Macrogonus dürfte bis -5° celsius durchaus verkraften, wenn die Pflanzen nicht zu nass sind. Es sind auch Temperaturen bis zu -9° celsius möglich, doch ich würde unbedingt davon abraten, denn es ist immer von der Gesundheit und Gewohnheit der Pflanze abhängig wie sie Frost übersteht.

Überwinterung: Wie bereits angesprochen, sollen die Pflanzen auf keinen Fall zu nass sein. Als gute Durchschnittstemperatur im Winter würde ich 10° Celsius empfehlen, denn dabei wird die Pflanze in eine Art Ruhezustand fallen und benötigt auch meistens kein Wasser. Deswegen darf auch auf keinen Fall in der Zeit zwischen Oktober und April gegossen werden. Dies ist jedoch auf erwachsene Exemplare bezogen und frisch gekeimte Sämlinge müssen unter Umständen warm überwintert werden. Doch dazu später mehr. Das Überwinterungsquartier sollte trocken, hell und luftig sein. Die größte Gefahr um Winter sind Pilzinfektionen, die eine Pflanze innerhalb ein paar Tagen in Schleim verwandeln können. Deswegen sollte man regelmäßig lüften.

Samen & Pflanzen kaufen:

Es gibt verschiedene Bezugsquellen für Trichocereus Macrogonus. Ich möchte jedoch nochmals darauf hinweisen dass es sich meistens einfach um einen besonderen Typ des Trichocereus Peruvianus handelt. Davon abgesehen gibt es zum Beispiel Samen bei mehreren deutschen Samenhändlern wie Köhres. Darüber hinaus bekommt man Samen aus den USA vom Züchter Misplant. Sacred Succulents.com haben auch manchmal welche im Angebot, die sie aber eigentlich eher als Trichocereus Peruvianus labeln. Es gibt sehr viele Sorten Trichocereus Macrogonus Samen von einem altbekannten, peruanischen Großhändler. Von dessen Samen kann ich aber eigentlich eher abraten, denn alles was ich bisher bekommen habe war entweder nicht keimfähig oder aber falsch identifiziert. Insbesondere gibt es von diesem Händler einige als Macrogonus bezeichnete Sorten die eher dem Trichocereus Cuzcoensis Formenkreis zugeordnet werden müssen. In Deutschland gibt es außerdem eine Vielzahl Händlern die Pflanzen anbieten, die als Macrogonus bezeichnet werden könnten. Manchmal sind diese auch als Trichocereus Peruvianus gelabelt.

Bewurzelung: Die Pflanzen sind sehr einfach zu bewurzeln und Stecklinge sollten einfach an einem warmen, luftigen Ort gelagert werden bis sie Wurzeln schlagen. Man kann die Stecklinge auch in Vogelsand lagern, da das Anis und der Kalk antibakteriell wirken.

Aussaat von Trichocereus Macrogonus: Die Aussaat ist ebenso kein problem und sollte auf einem geeigneten Substrat erfolgen das schnell austrocknet aber genug Stabilität und Nährstoffe enthält um die Sämlinge zu einer gewissen Größe zu bringen. Viele der auf dem Markt befindlichen Samen sind überlagert und alt, weshalb man unbedingt nach dem Alter des Samen fragen sollte. Normalerweise sind die Samen bis zu 5-10 Jahre keimfähig aber wer auf Nummer sicher gehen will sollte nur frischen Samen verwenden.

Dies ist eine Mutterpflanze von Misplant.net

Trichocereus Macrogonus Misplant

Wie man sieht kann man die Art auch als Trichocereus Peruvianus einordnen. Copyright: Misplant

Trichocereus Macrogonus Huntington Botanical Garden

Hier handelt es sich um eine Pflanze aus dem Huntington Botanischen Garten. Copyright: Richard Hipp

Trichocereus Macrogonus Echinopsis Macrogona Huntington

Copyright: Richard Hipp

trichocereus-macrogonus blüte

Blüte von Trichocereus Macrogonus

Trichocereus Macrogonus Klein

Ein kleineres Exemplar, gezogen aus Köhres Samen

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