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Trichocereus Peruvianus / Echinopsis Peruviana

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Trichocereus Peruvianus / Echinopsis Peruviana

Synonyme: Cereus Peruvianus, Echinopsis Peruviana, Trichocereus Santaensis, Trichocereus Rosei, Cereus Rosei, Trichocereus Macrogonus, Echinopsis Macrogona,

Trichocereus Peruvianus ist ein aufrecht wachsender oder kletternder Säulenkaktus der zuerst von Britton & Rose im Jahr 1920 beschrieben wurde. Der Kaktus kann zwischen 1,5 und 5 Meter hoch werden und einen Maximum Durchmesser von bis zu 25 Zentimeter erreichen. Die Pflanze kann sehr stark oder auch nur leicht bereift sein und hat eine bläulich grüne Farbe. Es gibt verschiedene Unterarten, Formen und Varietäten und obwohl alle mehr oder weniger leichte Abweichungen voneinander haben, handelt es sich lediglich um eine, wenn auch sehr variable Spezies. Die Areolen sind zwischen 1,5 und 3 Zentimeter voneinander entfernt, groß und mit braunen, weißen oder beigen Filz.

Die Stacheln sind zuerst braun, später dunkler bzw. zum Teil auch weiß/grau und erreichen eine Länge von bis zu 5 Zentimetern. Die Stacheln sind stark und fest und haben zumeist KEINE verdickte Basis, da dies eher auf Trichocereus Cuzcoensis hinweist. Es gibt jedoch auch einige Varietäten und Zwischenfomen, die eine verdickte Stachelbasis haben können. Wie bereits angedeutet steht die Spezies Trichocereus Cuzcoensis sehr nahe und manche Taxonomen betrachten sie als Synonym zueinander. Es ist durchaus möglich Trichocereus Cuzcoensis und Trichocereus Peruvianus voneinander zu unterscheiden. Ich werde hierzu demnächst nocheinmal ein gesondertes Posting machen um Euch die Unterscheidung leichter zu machen.

Vorkommen: Bei Matucana. Dort wächst eine extrem blau bereifte Art, die zum Teil auch als Trichocereus Rosei, Trichocereus Glaucus und Trichocereus Macrogonus bezeichnet wird. Ich betrachte Trichocereus Peruvianus und Trichocereus Macrogonus als Synonyme. Es ist bisher nicht klar, welche Pflanze ursprünglich einmal als Trichocereus Macrogonus beschrieben wurde und die Angewohnheit besonders blaue San Pedros als Macrogonus zu bezeichnen rechtfertigt nicht die Absplittung der beiden Arten. Rauh gibt als Verbreitungsgebiet von Trichocereus Peruvianus bis oberhalb von Matucana an, bis zu Tamboraque an der Lima-Oroya Bahn auf 2800 Metern. Die Erstbeschreibung von Britton & Rose zeigte einen säulenartig, aufrecht wachsenden Kaktus während Rauhs Trichocereus Peruvianus hängend ans Bergklippen und Blockhalden wuchs. Beides kommt in Natur vor und es gibt bestimmte Varietäten, wie zum Beispiel Trichocereus Uyumpaensis, die ausschließlich hängend wachsen. Viele Formen wachsen zuerst aufrecht und später hängend. Auch Trichocereus Santaensis, der oft mit rötlichen Stacheln vorkommt, gehört in den Kreis um Trichocereus Peruvianus. Die Art Trichocereus Tulhuyacensis ist vom Aussehen her auch sehr ähnlich, blüht jedoch als einzige San Pedro Art in Pink.

Blüte: Die Blüte von Trichocereus Peruvianus ist weiß und bis zu 25 Zentimeter groß. Die Spezies ist ein nachtblühender Trichocereus. Trichocereus Peruvianus ist wie die meisten Trichocereus Spezies selbst-steril und benötigt einen Pollenspender um Samen produzieren zu können.

Varietäten: Trichocereus Rosei, Trichocereus Peruvianus

Zucht: Trichocereus Peruvianus ist ein sehr pflegeleichter und harter Kaktus. Im Habitat sind die Pflanzen oft starken Nachtfrösten ausgesetzt, die aber meistens bei gesunden Pflanzen keinen Schaden anrichten. In Deutschland sollte man die Pflanzen bis nach den Eisheiligen im Haus behalten und dann eventuell gegen Juni unter einem Regenschutz nach Außen bringen. Trichocereus Peruvianus wird auch der San Pedro Kaktus oder Peruvian Torch genannt und sollte nur gegossen werden wenn es warm ist. Außerdem sollten die Pflanzen NIE länger nass stehen, denn das kann schnell zu Wurzelfäule oder kalten „Füsse“ führen. Im Sommer können die Pflanzen durchaus regelmäßige Wassergaben verkraften und belohnen den Züchter meistens mit starkem Wuchs, denn Trichocereus Peruvianus zählt zu den am wenigsten Nässe-empfindlichen Kakteen. Jedoch sollte es unbedingt warm (25°+ celsius) sein, wenn man die Kakteen gießt. Der Kaktus steht gerne Halbschattig mit gelegentlichen Sonneneinstrahlungen, kann aber auch zeitweise vollsonnig stehen.

Überwinterung von Trichocereus Peruvianus: Die Minimum Durchschnittstemperatur im Winter sollte ca. 9° Celsius betragen (natürlich +9°) und zwischen Oktober und April komplett trocken stehen bzw. nur in Ausnahmefällen gegossen werden. Die Pflanzen schalten ihren Kreislauf extrem herunter und benötigen dann auch kein Wasser. Es sollte jedoch Hell und gut belüftet sein, denn ich feuchten Kellern neigen die Pflanzen dazu zu schimmeln. Außerdem kann bei nass stehenden Pflanzen sehr viel leichter ein Frostschaden entstehen. Die Minimaltemperatur die Trichocereus Peruvianus ertragen kann sollte ungefähr -9° Celsius betragen, wobei ich persönlich nur davon abraten kann das genau auszuprobieren. Kurze Nachfröste sind dabei weniger ein Problem als länger andauernde Fröste.

Keimung von Trichocereus Peruvianus Samen: Die Samen von Trichocereus Peruvianus sind so wie die der meisten Trichocereus Samen sehr klein und schwarz oder dunkel braun. Trichocereus Peruvianus Samen benötigt Licht um zu keimen, weshalb man die Samen keinesfalls mit Erde bedecken darf. Man sprinkelt die Samen nur leicht auf eine geeignete Aussaaterde und stellt die Aussaatbehälter bei Temperaturen von 25°-29° Celsius an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Am besten ist ein Platz neben dem Fenster geeignet, da dort auch regelmäßige Frischluft gewährleistet ist.

Aussaaterde für Trichocereus Peruvianus: Ich empfehle für Trichocereus Kakteen eine Mischung aus Aussaaterde und reinem Sand. Die Wahl des Substrates hängt jedoch auch stark vom Geschmeck des jeweiligen Züchters ab. Reine Aussaaterde ist auch ausgezeichnet für die Aussaat von Trichocereus Kakteen geeignet, da sie lange genug feucht bleibt um eine Keimung in Gang zu setzen. Die beste Keimrate (egal bei welchen Kakteen) hatte ich immer mit reiner Aussaaterde. Doch da diese Erde eben auch später, sobald die Samen gekeimt sind und man viele kleine Sämlinge hat, sehr lange feucht bleibt, neigt sie dazu leicht mit Algen oder Mosen befallen zu werden. Auch Trauermücken können sich in so einer Erde leicht einnisten. Deswegen empfehle ich die Zugabe von Sand, um die Trocknungszeit zu verkürzen. Es gibt auch auch zahllose andere Erden und Zuchtmedien, wie zum Beispiel verschiedene Minerale, Seramis, Bims usw.,die man zur Aussaat nehmen kann. Doch ich persönlich rate unbedingt vor Aussaar in rein mineralischen Substraten ab, da meine Keimrate mit Aussaaterde IMMER besser war als in rein-mineralischen Medien. Ich habe sogar schon Tests mit Vogelsand und kleinen Quartsteinen gemacht, was aber immer den Nachteil hatte dass die Sämlinge Probleme hatten ihre Wurzeln fest in das Substrat zu graben. Deswegen würde ich empfehlen einfach mit Aussaaterde zu experimentieren. Ich kenne auch Züchter die sogar in gemahlenen Kokosschalen aussäen aber das habe ich noch nicht probiert. Auch eine Kultur auf Nährmedien ist möglich und eventuell auch von Vorteil.

Keimrate & Keimfähigkeit von Samen: Also, Trichocereus Peruvianus hat wie viele andere Trichos eine sehr lange Keimdauer. Samen bleiben bei guter Lagerung sogar bis zu 5-10 Jahre keimfähig, wobei aber die beste Keimrate im ersten Jahr erzielt wird. Die meisten professionellen Züchter keimen nur frischen Samen. In Ausnahmefällen ist es jedoch auch möglich ältere Samen zum keimen zu bringen. Eine normale Keimdauer ist bei Trichos zwischen 2-6 Wochen. Sollte in dieser Zeit keine Keimung eingetreten sein, ist es nicht empfehlenswert das Substrat länger nass zu halten. Trichocereus Samen keimen zum Beispiel nicht, wenn der Samen zu alt war. Oder auch wenn die Temperatur nicht ausreichend war. Oder aber wenn nicht genug Feuchtigkeit im Aussaatbehälter war. Kaktus Samen braucht nicht viel Feuchtigkeit und es ist immer besser am Anfang erstmal weniger Wasser zu nehmen, denn was zuviel im Aussaatbehälter/Container ist, kann nur sehr schwer wieder entfernt werden. Und nachwässern ist immer möglich. Sollte ein keimversuch scheitern, empfehle ich die Erde erstmal komplett austrocknen zu lassen und dann eine neue Keimperiode mit Wassergaben zu starten. Bitte beachten Sie dazu die notwenige Temperatur. Samen von Trichocereus Peruvianus benötigt keine zusätzliche Behandlung. Eine Temperatursenkung über Nacht kann jedoch keimfördernd sein.

Desinfektion der Samen: Es gibt verschiedene Fungizide und Antibiotiken die man den Samen zugeben kann um das Risiko für eine Pilzinfektion zu verringern. Eventuell ist es sinnvoll so eine Chemikalie den Samen direkt bei der Aussaat beizugeben indem man die Samen damit beträufelt. Von Kupfer und Schwefel kann ich aber nur abraten, denn beides steht im Verdacht die Keimfähigkeit zu verringern.

Bezugsquellen, Shops und Anbieter von Trichocereus Samen und Stecklingen:
Es gibt viele Anbieter von Trichocereus Peruvianus, wobei man beim Kauf auf Plattformen wie Ebay immer ein bißchen aufpassen muss dass man nicht versehentlich einen Cereus oder sonstigen Säulenkaktus kauft. Außer dem Klassiker Cereus Peruvianus ist auch Trichocereus Cuzcoensis sehr häufig mit dem Label TRICHOCEREUS PERUVIANUS anzutreffen. Samen bekommt man zum Beispiel auch von Köhres. In den USA gibt es auch zwei ausgezeichnete Shops die eigene Kreuzungen mit Trichocereus Peruvianus anbieten. Der Eine ist misplant.net und der Andere ist sacredsucculents.com . Beide bieten zum Teil sehr hohe Qualität an und der Samen ist meistens keimfähig. Im Allgemeinen ist es manchmal nicht einfach, guten Trichocereus Samen zu bekommen. Es gibt ein paar Peruanische Händler deren Samen überlagert und deswegen nicht mehr keimfähig sind. Ich möchte zwar dazu keine Namen nennen aber ich höre ständig von schlechten Erfahrungen weil entweder der Samen schon seit Jahren tot ist oder man in krassen Einzelfällen gar keine Lieferung bekommt. Ein Freund von mir hat eine Bestellung über 500 Dollar nicht erhalten und Kundenservice ist bei manchen Händlern im Ausland oft mangelware. Deswegen kann ich Euch nur raten, beim Samen kaufen sehr vorsichtig zu sein und gegebenenfalls auch mal nach der Frische zu fragen. Auch solltet Ihr zu den Samen natürlich die gesetzlichen Einfuhrbestimmungen beachten. Trichocereus Peruvianus ist CITES II, was heißt das man für den Samen eigentlich kein CITES Schreiben benötigt. Ich gebe dazu aber keine Gewähr und im Einzelfall hängt es immer konkret vom Mitarbeiter beim Zoll an. Lebende Stecklinge und Pflanzen sollten NICHT aus Ländern die nicht in der EU sind bezogen werden, denn für lebende Pflanzen braucht man meines Wissens nach ein Phyto  Zertifikat. Aber wie gesagt, kein Gewähr und im Zweifelsfall könnt Ihr ja mal beim Zoll anrufen.

Hybriden von Trichocereus: Es gibt einige schöne Hybriden mit Trichocereus doch die meisten Züchter bevorzugen Trichos die nicht so lange brauchen um zur Blüte zu kommen. Ausserdem muss ein San Pedro Kaktus mindestens einem Meter, wenn nicht sogar mehr erreichen, um blühen zu können. Die Pflanzen blühen hierzulande eher schlecht und ein Gewächshaus ist absolut von Vorteil. Auch regelmäßige Düngergaben sind wichtig. Es gibt eine Vielzahl an San Pedro Hybriden. Ein sehr schöner Hybride mit Trichocereus Peruvianus ist die SAARWELLEN, von Züchter Authenrieth. Leider ist der Mann schon nicht mehr am Leben und es ist eher schwierig dazu Pflanzen oder Stecklinge zu bekommen. Die SAARWELLEN blüht rot und ist somit eine Seltenheit unter den normalerweise in weiß blühenden San Pedros. Auch gibt es die Hybride Amon-Re. Ich werde darüber demnächst noch mehr und eventuell auch ein Foto posten.

Ich bin immer an Hybriden mit Trichocereus interessiert und wenn Ihr was cooles gezüchtet habt sagt Bescheid!

Bilder:

 Dies ist eine von Misplants Mutterpflanzen. Die Keimrate seiner Samen sind immer frisch und er sortiert auch „taube“ Samenkörner aus, weshalb ich den Shop echt empfehlen kann. Und das sage ich aus voller Überzeugung!

Peruvianus MisplantCopyright: Misplant.net

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Copyright: Misplant.net

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Copyright: Prier! Es handelt sich um den australischen San Pedro Hybriden „Trichocereus Rosei“. Es ist keine richtige Spezies sondern eher ein benannter Klon, der in ein paar australischen Sammlungen vertreten ist. Die Pflanzen sind den Trichocereus Peruvianus von Matucana sehr ähnlich und würden eventuell auch als Trichocereus Macrogonus bezeichnet werden.

randy-Echinopsis_peruviana_1

Copyright: Randy

Trichocereus Peruvianus Blüte 2

Copyright: Prier! Thank you man! ūüôā

T.peru-Roseii 1 Blüte

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